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  • AutorenbildBritta Dünschede

Der Planet ist am beben - wie die Digitalisierung helfen kann, die Wogen zu glätten

Es ist keine Neuigkeit, dass unsere Welt in Gefahr ist. Der IPCC behauptet, dass wir noch 12 Jahre Zeit haben, bis es zu spät ist, andere sagen 18 Monate, und einige böse Zungen halten den Doomsday für unvermeidlich. Eines ist jedoch klar: Es muss sich etwas ändern, und auch wenn wir bereits umweltfreundlicher handeln, müssen wir noch mehr tun - und sei es nur, um den Schlag zu mildern.


Image: UnSplash changed by Chainbalance


Dieser Wandel kann nur erreicht werden, wenn sich alle gemeinsam darum bemühen, wobei die Hauptakteure des Wandels die Industrie und die Politik sein müssen. Vor allem die Modeindustrie. Unser hoher Rang bei der Umweltbelastung ist nicht neu. Bei den Treibhausgasemissionen liegen wir auf dem sechsten Platz und wenn man weitere Faktoren wie Wasserverbrauch, CO2-Emissionen und Abfallproduktion berücksichtigt, wirft das Ergebnis ein noch schlechteres Licht auf uns.


Diese negative Konnotation hat einen bitteren Beigeschmack, aber mit Blick auf Fast Fashion und Ultra Fast Fashion ist sie keine Überraschung. Aber wir wollen uns nicht zu schlecht reden, es sind bereits unglaubliche Verbesserungen in Arbeit. Vor allem neueste Lösungen in den Bereichen Textiltechnologie, Transparenz, Kreislaufwirtschaft, Gemeinschaften oder der wachsende Second-Hand-Markt - um nur einige zu nennen - challengen unsere Fehler.


Doch das sind nicht die einzigen Entwicklungen zu einer nachhaltigeren Industrie. Denn seien wir ehrlich. Selbst wenn die Produkte aus der nachhaltigsten und haltbarsten Baumwolle hergestellt sind und auf die nachhaltigste und ethischste Weise produziert werden, sind 10 % zu viele Produkte immer noch verschwenderisch und nicht nachhaltig. Es gibt weitere Fortschritte, die eine umweltfreundlichere Industrie fördern können, und die meisten von uns scheinen sie zu vergessen. In diesem Fall möchten wir speziell auf digitale Innovationen hinweisen, die eine dauerhafte Veränderung fördern und eine nachhaltige Transformation unterstützen. Durch den Einsatz von Smart Merchandise Management können einige Schwachstellen der Modeindustrie verbessert und transformiert werden.


Image: Financial Times


Findet eure verborgenen Möglichkeiten zur Nachhaltigkeit! Als Ben Vermin, der Gründer von Chainbalance, für einen internationalen Sportbekleidungsriesen arbeitete, war er schockiert über die Anzahl der unverkauften Produkte, die in den Lagern vor sich hin vegetierten. Berge von unverkauften Schuhen, Hemden, Hosen und mehr, die einfach in den Regalen lagen. Eine Materialverschwendung und eine Verschwendung von Geld. Obwohl Nachhaltigkeit damals noch kein Thema war, wusste Ben bereits, dass sich etwas ändern musste. Nicht nur, um die verlorenen Umsätze in Gewinne umzuwandeln und die nie leer werdenden Lager zu entrümpeln - sondern auch, um unseren Planeten zu retten. Die große Menge an Überbeständen am Ende einer Saison ist das Ergebnis von zwei großen Fehlern: Massenproduktion und Massenzuteilung. Viele Unternehmen kalkulieren ihre Produktion für die nächste Saison auf der Grundlage von Finanzzielen, die sich in den Einkaufsmengen pro SKU sowie in den im Zentrallager verbleibenden Beständen widerspiegeln. Dabei werden nicht nur hohe Mengen eingekauft, die nicht auf den tatsächlichen Verkaufsdaten basieren, sondern es scheint auch, dass sich niemand mit der Komplexität der Bestellung der richtigen Mengen pro Größe befasst und folglich die Größenkurven ignoriert. Der Restbestand in anderen Lagern, Geschäften oder Einzelhändlern wird bei der Produktionsmenge meist nicht berücksichtigt. Wenn zum Beispiel das Distributionszentrum leer ist, aber noch 20 % in anderen Lagern vorhanden sind, werden oft 100 % nachproduziert, um die leeren Regale zu füllen. Dies ist nicht nur eine Verschwendung von Investitionen, sondern führt auch zu noch mehr Überbeständen. Darüber hinaus verteilen wir Produkte in großen Mengen auf dem Markt, was zu noch mehr Überbeständen und Umsatzeinbußen für die Verkaufsstellen oder Standorte führt, die diese Produkte benötigen. Das Verbraucherverhalten ist dynamisch, aber noch immer werden die Produkte manuell mit statischen Systemen dem Markt zugeordnet. Aufgrund der großen Sortimente in Stil, Farbe und Größe ist dies nicht möglich. Die Zuweisung muss auf dem Verbrauch pro SKU und Standort basieren.


Und welche Möglichkeiten gibt es, den Überbestand aufzulösen?


Der Verkauf an Zweitanbieter wie TK Maxx, Preisnachlässe für den Ausverkauf am Ende der Saison, der Versand der Produkte an Outlet-Stores oder sogar das Schreddern und Verbrennen können nicht die Lösung des Problems sein. Es gibt Möglichkeiten, Überbestände und Überproduktionen gar nicht erst entstehen zu lassen, bevor man sich Lösungen für diese Probleme einfallen lassen muss.


Smart Merchandise Management ganz am Anfang, am POS - ein Weg zur Unterstützung der Nachhaltigkeit Wir alle wollen wissen, wie viel wir produzieren müssen, um den Gewinn zu steigern und natürlich auch, um Überbestände so gut wie möglich zu vermeiden. Das ist das Ziel, aber nicht der erste Ansatz. Bevor zuverlässige Prognosen für Produktionsmengen erstellt werden können, muss das Ausverkaufsverhalten der Produkte für jeden POS analysiert werden. Die Reise beginnt mit dem Verbraucherverhalten direkt am Point of Sale - im Großhandel, im Einzelhandel, im E-Commerce und in den Outlets gleichermaßen.

Um das Produktverhalten zu verstehen, werden Daten benötigt. Um die Daten zu analysieren, sind geschulte Lösungen erforderlich, die mit schlechten und besonders kleinen Datenströmen umgehen können. Durch die Implementierung von Lösungen wie Smart Supply® von Chainbalance werden die SKUs pro POS täglich analysiert und ca. 35% Überbestände verhindert. Dies erhöht die Verfügbarkeit in den Lagern und liefert zudem ein genaueres Bild des Verbrauchs und der Nachfrage für Produktionsmengen. Replenishment ist nur eines von vielen Instrumenten, um Überbestände zu vermeiden. Noch wichtiger ist die Initial Allocation– die Wurzel allen Übels, die Überbestände, Out-of-Stock, Store-to-Store Umlagerungen und Umsatzverluste verursacht. Basierend auf der Produktleistung, bis hin zur Größenkurve, kann Chainbalance die optimale initiale Bestückung prognostizieren, was zu weniger Out-of-Stock und Store-to-Store Umlagerungen führt, was CO2-Emissionen einspart und letztendlich zu weniger Überbeständen führt.

Image: Out-of-Season Insight - Chainbalance


Diese Funktionen werden genutzt, um das Produktverhalten besser zu verstehen. Indem der Algorithmus mit mehr Daten gefüttert wird und die Benutzer:innen kleine Anpassungen konfigurieren, kann die Lösung zuverlässige Prognosen für Produktionsmengen erstellen und die unnötige Reproduktion von Slow Movern und Einzelgrößen verhindern. Die Nutzer von Smart Supply® erhalten nach 12 Monaten eine Prognose für die Produktionsmengen, die auf den Analysen und Entscheidungen für jeden POS und jede SKU basiert. Natürlich nicht ohne die Möglichkeit, vordefinierte Parameter wie Lebenszyklen, Wachstum und neue POS einzustellen.


Haben wir euer Interesse geweckt? Kontaktiert uns hier!

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